Allgemein Nachhaltigkeit

Palmöl – Warum du es vermeiden solltest!

Palmöl, Palmkernöl oder Glycerin* – es hat verschiedene Namen, jedoch haben alle etwas gemeinsam: sie zerstören die Natur und die Umwelt. 

Mittlerweile hat sich die Produktion in den letzten 25 Jahren versechsfacht!

Wie entsteht Palmöl?

Zuallerallererst gibt es einen Unterschied zwischen Palmöl und Palmkernöl. Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Pflanze gewonnen und Plamkernöl aus dem Kern. Die Pflanze muss direkt nach der Ernte verarbeitet werde, denn die Erträge schnell verderblich sind.

Wo ist überall Palmöl enthalten?

Palmöl oder auch Palmkernöl wird natürlich von den ganz großen Herstellern verwendet – Unilever, Nestle oder auch Mondelez. Um ein paar Produkte zu nennen: Schokolade, Brotauftrische, Magarine, Tütensuppen, Kerzen, Lippenstift, Shampoo, Zahnpasta – die Liste ist lang! Man hat festgestellt, dass in jedem 2. Produkt im Supermarkt Palmöl enthalten ist. 

Die Rohdung

Alle 25 Sekunden wird in Indonesien Regenwald in Größe eines Fußballfeldes gerodet. Hauptsächlich für die Palmöl- und Papierindustrie. Oft wird ohne eine Lizenz gerodet und einfach so Torfmoore trocken gelegt. Bei der Rohdung entsteht eine Menge CO2. Das CO2 bei der Rohdung macht mittlerweile 12% der weltweiten Emissionen aus. 

Von 1990 bis 2015 wurden 24 Millionen Hektar Regenwald gerodet und Torfmoore trockengelegt. Indonesien war 2015 sogar an der Spitze der Treibhausgaseimittenten und stieß innerhalb weniger Wochen so viel CO2 aus, wie Deutschland im ganzen Jahr. 

Die Folgen

100.000 Menschen starben in Südostasien in den letzten 2 Jahren vorzeitig an Atemwegserkrankungen. Die Leidtragenden sind nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Affen, die sich auf die Plantagen verirren, werden meist getötet oder verkauft. Ihr Bestand ist seit 1900 um 90% geschrumpft. Übrig bleiben meist verwaiste Affenbabys die, wenn Sie Glück haben, in eine Auffangsstation kommen. Der Sumatra-Tiger ist ebenfalls stark bedroht – es gibt nur noch 400 Exemplare in freier Wildbahn. 

Worauf kann man achten?

Man kann natürlich versuchen, generell auf Palmöl zu verzichten, jedoch ist es nicht immer klar erkennbar als „Palmöl“ gelistet. Ich habe eine Liste gefunden, wo (fast) alle Umschreibungen von Palmöl gelistet sind. 

Es gibt auch einige Zertifikate wie die RSPO und POIG. RSPO ist jedoch ein freiwilliger Zusammenschluss von Produzenten, jedoch sind diese nicht verlässlich, zu lasch und schließen Rophdung und Trockenlegung nicht aus. Besser ist da die POIG, die strenger Kriterien hat, jedoch gehören nur wenige Herstellerfirmen zu dieser Gruppe. 

Netsle, Unilever und Mondelez beziehen immer noch Palmöl für Ihre Produkte von Firmen, die Regenwald (teilweise illegal) zerstören und den lokalen Gemeinden das Land rauben.

Bis auf das meiden der Produkte, die Palmöl enthalten könnt Ihr nur Petitionen unterschreiben. Ich verlinke euch hier einmal die von Greenpeace – es geht um Papua in Indonesien. Das Stück Land mit der weltweit höchsten Artenvielfalt ist bisher verschont geblieben, jedoch wurden im letzten Jahr schon 130.000 Hektar Wald gerodet für die Palmölindustrie. 

Meine Frage jetzt an euch: Achtet Ihr auf Palmöl? Wärt Ihr bereit dafür auf Produkte zu verzichten wie Nutella?

Eure Caro ❤️

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